Soziale Jobnetzwerke boomen: Online gefunden werden

Die Digitalisierung schreitet voran und macht selbstverständlich auch vor der Jobsuche nicht Halt! Die Zeiten, in denen Bewerber die Stellenanzeigen in den Karriereseiten von Zeitungen und Zeitschriften durchforstet haben, sind schon lange vorbei. Heute heißt es: Wer nicht Online ist, hat verloren.

Kaum ein Unternehmen schreibt noch Stellen in gedruckten Anzeigen aus. Online-Jobbörsen, Karriere-Homepages direkt von Unternehmen oder soziale Jobnetzwerke sind der Standard. Damit Sie informiert bleiben und wissen, worauf es dabei ankommt, beantwortet unser Partner richtiggutbewerben.de 5 Fragen zum Thema Online-Jobnetzwerke

#1: Welche sozialen Jobnetzwerke gibt es?

Die großen Jobnetzwerke, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber relevant sind, sind im deutschsprachigen Raum XING und LinkedIN. In der DACH-Region haben beide Netzwerke eine ähnliche Anzahl an registrierten Nutzern (LinkedIn ca. 9 Millionen, XING ca. 10 Millionen), in Österreich hat LinkedIn etwa 800.000 Nutzer, während XING auf etwa 900.000 kommt. International gesehen kann das rein deutschsprachige XING mit dem Global Player LinkedIn allerdings nicht mithalten, gab es allein 2016 über 460 Millionen registrierte User im Netzwerk, das Microsoft im letzten Jahr für 26 Milliarden US-Dollar aufgekauft hat.

Beide Jobnetzwerke bieten grundsätzlich ähnliche Funktionen an: Auf den Plattformen können ähnlich wie in anderen sozialen Netzwerken Profile angelegt – hier aber natürlich mit dem beruflichen Fokus – und Kontakte geknüpft werden.
Ein Geheimtipp abseits der Mainstream-Netzwerke: Vutuv! Das noch recht junge Jobnetzwerk möchte den großen Playern Konkurrenz machen. Die Idee: Schnellere Ladezeiten und vor allem keine Kosten für den Nutzer. Während andere Netzwerke ihren Profit durch Premium-Profile machen, setzt Vutuv auf Werbung. Natürlich ist die Reichweite noch gering, doch ein Blick in die Zukunft schadet nie.

#2: Welches soziale Netzwerk sollte man nutzen?

Ob Sie jetzt besser XING oder LinkedIn nutzen sollten, hängt vor allem am Zweck, den Sie an Ihren Account knüpfen. Für Arbeitnehmer und Berufstätige, die vor allem im deutschsprachigen Raum unterwegs sind, bietet sich XING an. Auf dem Netzwerk, das seinen Hauptsitz in Hamburg hat, sind nahezu alle großen deutschsprachigen Unternehmen mit Accounts vertreten, posten regelmäßig Jobangebote oder sind über Headhunter und Recruiter auf der Suche nach passenden Kandidaten für vakante Stellen.

Anders sieht es aber aus, wenn man beruflich eher international orientiert ist: Dann bietet sich ein Profil auf LinkedIn deutlich mehr an. Natürlich sollte man dann auch die Sprache anpassen und

darüber nachdenken, ob man die gesamte Online-Präsenz nicht besser auf Englisch gestaltet und so natürlich auch internationale Ansprechpartner auf das eigene Profil lockt.

Auch für’s allgemeine Networking, also dem in Kontakt bleiben mit Partnern, können die Netzwerke genutzt werden. Auch hierbei gilt, dass man das Netzwerk wählen sollte, in dem die meisten der Kontakte zuhause sind – im Zweifel sollte man zwei Profile anlegen, eines auf XING und eines auf LinkedIn – ausgerichtet auf die deutschsprachigen und eher internationalen Kontakte.

#3: Wie nutzt man das gewählte Netzwerk richtig?

Ein sozialen Jobnetzwerk ist gut und schön – nutzt aber leider nicht viel, wenn es nicht auf dem neuesten Stand ist. Deshalb sollten Sie immer daran denken, die Daten im Profil zu aktualisieren. Wenn sich ein Headhunter oder Recruiter für Sie als potenzieller Mitarbeiter interessiert, sollte derjenige natürlich auch Ihren aktuellen Stand checken können.

Und auch wenn man das Profil stets mit neuen Daten ergänzt wird, sollten Sie sich ab und zu einloggen und Ihre Seite pflegen: Gehen Sie selbst auf die Suche nach interessanten Kontakten, posten Sie aktuelle Status-Updates und sehen Sie sich auf den Profilen spannender Unternehmen um. Ein Profil sollte immer mit Leben gefüllt sein, nur so wirkt es auch für Besucher attraktiv und lädt dazu ein, Sie anzuschreiben und sich mit Ihnen beruflich zu verbinden.

#4: Was verbirgt sich hinter der One-Click-Bewerbung?

Immer öfter hört man im Zusammenhang mit sozialen Jobnetzwerken von der One-Click-Bewerbung. Doch was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach: Manche Unternehmen möchten die Anzahl der Bewerber erhöhen – und senken die erste Hemmschwelle. So integrieren Sie in Stellenanzeigen, die auf XING geschaltet werden, beispielsweise die Möglichkeit, das eigene Profil als Bewerbung mit einem Klick an den zuständigen Personaler zu schicken. Sind Sie für die Besetzung der Stelle interessant, meldet sich der Recruiter und fordert die ausführlichen Bewerbungsunterlagen an.

So bewerben sich mehr potenzielle Kandidaten beim Unternehmen und nur die aussichtsreichen Kandidaten müssen sich weitere Arbeit machen. Die One-Click-Bewerbung bietet also eine gute Möglichkeit, schnell und einfach das eigene Interesse anzumelden. Aber Achtung: Wenn das Profil gut ankommt, musst man meist trotzdem eine ausführliche Bewerbung nachsenden. Man entgeht also nur zuerst der Arbeit, eine Bewerbung zu schreiben.

#5: Was unterscheidet ein Profil im sozialen Jobnetzwerk vom normalen Lebenslauf?

Ein Profil in einem sozialen Jobnetzwerk bietet vor allem deutlich mehr Raum als der normale Lebenslauf, den man als PDF verschickt. Es gibt nicht nur zusätzlich zur Beschreibung der eigenen beruflichen Stationen die Möglichkeit sich mit beruflichen Kontakten zu vernetzen und in Kontakt zu

bleiben, sondern auch die Option, ein eigenes Portfolio zu erstellen – mit allem, was dazu gehört: Arbeitsproben in Form von Texten oder Videos können ebenso einfach integriert werden wie berufliche Aktivitäten, Events oder Neuigkeiten, die mit dem Netzwerk geteilt werden können.

Fazit:

Niemand, der beruflich etwas erreichen möchte, sollte auf die Möglichkeit verzichten, sich in einem Online-Netzwerk zu präsentieren. Man kann Kontakte knüpfen, netzwerken, auf Jobsuche gehen oder sogar direkt von Unternehmen oder Headhuntern gefunden werden. Eher international-orientierte Karrieristen sollten dabei auf LinkedIn setzen, während für die deutschsprachige Region XING immer noch die führende Plattform ist.

Behalten Sie aber auch neue, kleinere Netzwerke im Auge. Vielleicht ergibt sich ja eine Alternative?

Sie haben Probleme damit, Ihr Profil selbst aussagekräftig und suchmaschinen-optimiert zu gestalten? Kein Problem, auch dafür gibt es mittlerweile Experten! Einfach XING-Profil optimieren lassen.